Rapolanharju: Wandern auf historischen Spuren

Ungefähr 8 Kilometer südlich von Valkeakoski im südlichen Pirkanmaa liegt Rapola. Hier kann man sich auf der Wanderung rund um den Rapolanharju auf die Spuren der ersten finnischen Siedler aus der Eisenzeit vor rund 3.500 Jahren machen. Noch heute sieht man die Reste der Festung und die Spuren der damaligen Bewohner in mitten der finnischen Natur versteckt.

Der Rundweg über den Wallberg des Weilers unterteilt sich in zwei Wege. Nach einem kurzen Anstieg ist man bereits auf dem Grat der Erhebung angekommen. Rund um die höchste stelle kann man hier den roten Markierungen folgen und somit die steinernen Überreste der Festung erkunden. Mit etwas Entdeckergeist sieht man hier die Spuren erster Siedlungen in Mitten wunderschöner, sommerlicher Landschaften.

Die Festung

Die Ruinen der einstigen Festung erstrecken sich entlang des Weges. Anfangs hat man ein bisschen Schwierigkeiten zu erkennen, was denn nun menschlich gemachte Überreste sind und was ein Findling des Eiszeitlichen Gletschers ist. Doch durch die informativen Erklärtafeln entlang des Weges, wird man mit den nötigen Wissen ausgestattet. Fast fühlt man sich selbst wie ein Archäologe, der auf Entdeckungstour geht.

Die Aussicht vom Rapolanharju

Einen Moment innehalten. Auf dem höchsten Punkt der Hebung ist man schnell vom Startpunkt aus. Und dann wird man gleich überrascht. Ein weiter Blick öffnet sich über ein wunderschönes Seenland, das flach vor einem liegt. Ein guter Einstieg in die Wanderung, man beginnt mit sitzen und kucken. Mir kommt so in den Sinn, wie vor 3.500 Jahren wohl die Bronzezeit-Finnen diesen Blick genossen haben, wie nun ich. Kein wunder, dass sie hier oben ihre Heimstatt errichtet haben.

Durch die Natur

Wenn man die Festung durchquert hat und über den Kamm weiter geht, trifft man auf den ca. 6 km langen Rundweg entlang des Bergfußes. Der Abstieg läd zum Waldbaden ein. Natur pur! Es riecht nach würzigem, finnischen Wald. Sommerblumen, erste Walderdbeeren, Flechten und frische Triebe an den Bäumen machen den sich selbst überlassenen Wald zu einer Oase. Ein echter Naturgenuss. Auch hier darf man ruhig mal verweilen, um die Blümchen und Gewächse zu entdecken.

Menschens erste Spuren

Folgt man weiter den grünen Markierungen entlang der Rapola-Runde kommt man vorbei an weiteren Zeugnissen der ersten Siedler. Der Kulenstein und die ehemaligen Gräber entlang des Weges sind spannende Spuren der Vorfahren, die hier sich zu erst nieder ließen.

Während der Wanderung empfiehlt sich eine lange Hose anzuziehen. Teilweise ist im Sommer das Gras hochgewachsen. Auch gutes Schuhwerk sei empfohlen. Die Wege durch den Wald sind natürlich mit Geröll und Wurzeln durchzogen. Aber für alle, die fit zu Fuß sind sehr geeignet.

Am Fuße liegt Rapola

Nach dem abstecher in die Eisenzeit Finnlands schlendert man gemütlich zurück zum Ausgangspunkt. Vorbei kommt man an Rapola, ein kleiner Weiler nachdem der Wall benannt wurde. Dort findet man historische Landgüter aus der etwas jüngeren Geschichte Finnlands. Ein Nordisches Idyll. Vorbei an Wiesen, Feldern und roten Gartenzäunen mit Seeblick.

Die Wanderung ist gut in 3-4 Stunden zu schaffen und mit seinen unterschiedlichen Fassetten für Groß und Klein ein echter Spaß. Die Wege auf dem grünen „Outdoor“-Trail erfordern Trittsicherheit. Der rote „Scenic“-Trail über den Berg und entlang der Weiler ist besser geebnet. Insgesamt kann man mehr als 8 km Weg abgehen so einen schönen Tag im Freien erleben. Mir hat die Wanderung Spaß gemacht, weil die Mischung aus Aktivität und frühzeitlicher Geschichte in Finnland nicht so häufig vorkommt.


Info zur Wanderung

Unterkunft

Wer in der Region um Valkeakoski ein paar Tage verbringen will, kann sich im Haave Apartments einbuchen. Der Ableger des Dream Hostels in Tampere bietet schöne, moderne Apartments in dem kleinen Ort mit Parkplatz. Der Ortskern, weitere Wanderungen und Einkaufsmöglichkeiten sind locker fußläufig zu erreichen.

Haave Apartments
Valtakatu 26-28
37600 Valkeakoski
www.haaveapartments.com


KOOPERATIONSHINWEIS:
„Kiitos!“ an Visit Tampere und Haave Apartments, die meine Reise hierher unterstützt haben.

 

 

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