Horizonterweiterung: Vom Baltikum in die Metropole Stockholm

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Während der erste Teil des „Blicks über den finnischen Tellerrand“ mich auf einer wilden Schifffahrt nach Tallinn verschlagen hat und der mittelalterliche Charme mein Herz im Sturm eroberte, wartet die zweite Etappe meiner Horizonterweiterung auf mich. Die Tallink Silja wird mich mit der Baltic Queen in die skandinavische Metropole Stockholm bringen – und langweilig wird die Überfahrt bestimmt nicht.

Tallinn wirken lassen

Noch bezaubert mich Tallinn und ich blicke noch immer über die Altstadt. Der Abstieg hinab in die verwinkelten Gassen führt die Besuchergruppe über eine wendige Treppe entlang der Befestigungsmauer der Oberstadt. Zum Glück geht es da hinab und nicht hinauf, denke ich mir noch als sich der Trupp Richtung Marktplatz mit Rathaus bewegt, wo die Führung ihr Ende nimmt, nachdem Maria noch eifrig Fragen beantwortet.

Zeit für einen kleinen estnisches Snack! Ein echter Geheimtipp fast. Solltet ihr in Tallinn sein, dann müsst ihr unbedingt Kohuke probieren. Ihr findet es im Käse-Kühlfach in den Supermärkten und es ist vergleichbar mit Käsekuchen der mit einer dünnen knackigen Schockoladenschicht überzogen wurde. Damit füllt ihr alle Akkus wieder auf!

Ich lasse mich ein wenig treiben. Schlendere über Straßen mit den Namen Vene, Lai und Pikk und stolpere dabei immer wieder über deutsche Fundstücke, doch die Architektur ändert sich. Sie wird moderner. Entlang der nordwestlich vom Markt gelegenen Straßen finden sich Jugenstilhäuser in wundervoller Farbenpracht. Man kann sich vorstellen wie hier in den 1910-1920er Jahren flaniert wurde – also zu der Zeit, als sich Estland für einen Tag 1918 für unabhängig erklärte.

Ich schlüpfe durch die Gassen und kann mich nicht satt sehen. Dann baut sich vor mir die Stadtmauer auf. Die Zeit im herzlichen Tallinn geht zu ende und so tingle ich entlang der vielen alten Rundtürme bis die moderne, brummende Ringstraße mich bremst. Einen kurzen Blick werfe ich zurück und verabschiede mich, dann mache ich mich auf zum Hafen, schnappe meinen Koffer und mache mich bereit für neue Eindrücke.

Über Nacht in die skandinavische Metropole Stockholm

Ein wunderschöner Blick auf Tallinn bietet sich zum Abschied noch – obligatorisch vom Sonnendeck – als die das Schiff langsam aus dem Hafen dreht und in die offene See sticht. Diesmal glücklicherweise mit weniger Wind. Wieder werde ich eine Nacht auf der Tallink Silja Luxusfähre verbringen. Aber die Baltic Queen, sie legt am frühen Abend ab, durchquert in mehr als 14 Stunden die Ostsee, stoppt bei den Aland-Inseln und bringt uns am nächsten Vormittag sicher in den Hafen von Stockholm. Genügend Zeit um es sich gut gehen zu lassen. Den Platz am Buffet habe ich mir schon gesichert.

Nach dem Schlemmen steht schon der nächste Programmpunkt auf dem Plan. Auf den Luxusfähren gibt es nämlich vieles zu Entdecken. Alle Schiffe bieten Unterhaltung unterschiedlichster Art. Ich mache mich als erstes zum Theater auf. Dort gibt es erst eine kleine Musical-Show zu Estlands 100. Geburtstag und später gibt es Party mit der Coverband Indigga, die selbst Dieter Bohlen auf die Ostsee holen. Hehe. Mit ein paar Drinks in der Hand wippt man selbst zu „Cheri, Cheri, Lady“ mit und hat einfach eine tolle Zeit. Man vergisst völlig, dass man just in diesem Moment mit einem Fährschiff über die Ostsee schippert.

Die Nacht war kurz – zugegeben – aber schon beim blinzeln aus dem Fenster der Kabine hat sich das Szenario geändert. Wir durchfahren die Schären zwischen  und auch später beim Frühstück kann man sich kaum satt sehen, an den aber tausenden Inseln, die sich leise vorbeibewegen. Nach einer durchtanzten Nacht kommt man so, entspannt in Stockholm an. Es ist schön, dass beim Blick auf das Wasser der Kopf mal Pause machen darf.

Auf erster Erkundungstour in Stockholm

Eine kurze T-Bana-Fahrt verbindet das Terminal mit der Innenstadt. Nach einem kurzen Abstecher ins Hotel starte ich meine Erkundungstour in Stockholm. Damit ich meine knapp 36 Stunden gut nutzen kann besorge ich mir die Stockholm Pass, sauge erste Impressionen des Königspalasts und der Gamla Stan auf und setze mit dem Hop on-Hop off-Boot hinüber zur Museumsinsel  Dort will ich mir zu erst das rekonstruierte Schiffswrack der Vasa ansehen


Reise-Tipp: STOCKHOLM Pass

Mit der Stockholm Pass (by Strömma) sind fast alle Museen und zwei von drei Hop-On-Hop-Off Linien kostenfrei. Damit kommt man an alle wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei und auch ohne Anstellen hinein. Ideal, wenn man nur für kurze Zeit die Stadt besichtigen kann.

www.stockholmpass.de


Das Vasa-Museum erzählt alles über den Bau und den nicht so glorreichen Stapellauf des Schiffes Vasa, das nur wenige Minuten über der Wasserkante schaffte, bevor es im Hafen Stockholms versank. Erst über 300 Jahre später wurde das Wrack geborgen, konserviert und restauriert und ist nun beeindruckend riesig und pompös für die Allgemeinheit zu besichtigen. Führungen in allen erdenklichen Sprachen finden kostenlos statt und ist es wert darauf zu warten.

Nach ausgiebigem Besuch im Schiffsmuseum beschließe ich den Tag weiter auf dem Schiff zu verbringen und erkunde die Stadt weiter mit dem besagten Touristen-Boot. Steige hin und wieder aus und schlendere schließlich durch die berühmte Altstadt – Gamla Stan. Auch hier findet man enge Gassen, wie in Tallinn, doch ist es anders. Stockholm ist großstädtischer und Quirliger als das gemütliche Tallinn.

Meinen Mini Cruise mit der Tallink Silja war auf der ersten Etappe schon besonders eindrucksvoll und Tallinn ist ehrlich zum verlieben schön. Nach einer unterhaltsamen Nachtfahrt quer Über die das Meer, begeisterten mich auch die ersten Eindrücke der doch so unterschiedlichen Stockholm. Sehen wir doch mal, was der zweite Tag in Stockholm noch so bringen mag.

Vielen Dank an Tallink Silja und Saskia und Marina für die unglaublich hilfsbereite Unterstützung bei dieser Reise, sowie bei Visit Stockholm für das Bereitstellen des Stockholm Pass.

Alle Etappen der „Horizonterweiterung“:

2 Kommentare

  1. Stephanie

    Da kommen Fernweh und schöne eigene Erinnerungen auf. Wir sind vor 2 Jahren mit unserem VW Bulli durch Polen und die drei baltischen Staaten nach Finnland, und von dort mit eben solch einer Fähre nach Stockholm und weiter gefahren. Herrlich. Übrigens kann ich jedem auch Riga wärmstens empfehlen. Wunderschön, sehr viel Jugendstil, sehr sauber, grün und auf gemütliche Art weltstädtisch.

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